Sie denken vielleicht nicht viel darüber nach, aber im menschlichen Körper laufen sowohl während als auch nach dem Sex eine Vielzahl von Prozessen und Veränderungen ab. Dazu zählen positive Veränderungen in Bezug auf die Durchblutung, Atmung, Hirn- und Hormonaktivität, und vieles mehr. All das bedeutet, dass Sex eine Reihe positiver Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Diese vorteilhaften Effekte erklären zumindest zum Teil, warum Sex im Allgemeinen glücklicher macht. Regelmäßig einen befriedigenden Orgasmus zu haben, kann Ihre Gesundheit in vielerlei Hinsicht stärken, und sogar Ihre Libido steigern.

Die vielen Vorteile von häufigem Sex

Hirnfunktion

Forschungen, bei denen funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRI) angewandt wurde, zeigten, dass sich die Hirnaktivität während eines Orgasmus deutlich steigert. Der Blutfluss zum Gehirn wird zu diesem Zeitpunkt stärker, und das Gehirn kann Sauerstoff effektiver nutzen. Diese positiven Auswirkungen auf das Gehirn halten nach dem Höhepunkt zumindest noch ein bisschen an. Wenn Sie häufig einen Orgasmus haben, profitiert das Gehirn regelmäßig davon, denn seine Gesundheit wird verbessert.

Herz-Kreislauf-Gesundheit

Studien haben belegt, dass ein guter Orgasmus den Blutdruck senkt. Das ist bedeutsam, wenn Sie unter Bluthochdruck leiden, besonders da das zu Herzinfarkten führen kann. Sex verbessert auch die Durchblutung des ganzen Körpers.

Weibliche Gesundheit

Forschungen ergaben, dass Orgasmen während der Periode vor Endometriose schützen, einer schmerzhaften Krankheit, die zu Unfruchtbarkeit führen kann.

Fruchtbarkeit

Viel Sex steigert die Fruchtbarkeit, nicht nur aufgrund der Verhinderung von Endometriose. Manche Forschungsarbeiten deuten darauf hin, dass eine Frau, wenn sie während dem Verkehr einen Orgasmus hat, mehr Spermien nach dem Sex in sich behält, und die durch den Orgasmus verursachten Kontraktionen des Unterleibs helfen den Schwimmern dabei, sich den Eileiter hinauf zu bewegen. Wenn also die Frau während dem Sex einen Orgasmus hat, ist es wahrscheinlicher, dass sie schwanger wird. Das sind großartige Neuigkeiten (in vielerlei Hinsicht!) für Paare, die ein Baby möchten.

Fitness

Regelmäßiger Sex verbrennt Kalorien. Schätzungsweise verbrennt man beim Sex bis zu 200 Kalorien in einer halben Stunde. Längerer Sex, kraftvolle Bewegungen, und körperlich anstrengendere Positionen erhöhen das Kalorienverbrennungspotential.

Lebenserwartung

Eine klein angelegte Studie ergab, dass es bei Männern, die mindestens zwei Orgasmen pro Woche haben, halb so wahrscheinlich ist, dass sie früh sterben, als bei jenen, die nur einen Orgasmus pro Monat haben. Die Ergebnisse sind zwar nicht sehr aussagekräftig, aber regelmäßiger Sex kann trotzdem zu einem längeren Leben verhelfen.

Gesundheit der Prostata

Eine groß angelegte Studie des National Cancer Institutes, bei der 50.000 Männer untersucht wurden, zeigte, dass mindestens drei Orgasmen pro Woche das Prostatakrebsrisiko um 30 Prozent senkt, im Vergleich zu Männern, die nur ein Drittel der Orgasmen haben. Es scheint, als halten Samenergüsse die Prostata gesund. Das könnte daran liegen, dass dabei Giftstoffe ausgespült werden, sich Flüssigkeiten nicht anstauen, und Spannungen gelöst werden.

Oxytocin könnte der Hauptgrund sein, warum Sex glücklicher macht

Oxytocin ist ein faszinierendes Hormon, das viele Zwecke erfüllt, und eine enorme Rolle in unserem täglichen Leben spielt. Die Hauptaufgabe von Oxytocin beinhalten eigentlich gleich zwei Dinge: dem Gehirn signalisieren, dass eine positive soziale Interaktion stattgefunden hat, und es dazu anregen, mehr prosoziale Aktionen auszuführen. Das Hormon wird ausgeschüttet, wenn Sie mit jemandem sprechen, dem Sie vertrauen, wenn Sie ein Geschenk bekommen, und sogar, wenn Sie Ihren Hund streicheln. Bei der Geburt eines Kindes wird es in riesigen Mengen ausgeschüttet, nicht nur damit die Wehen eingeleitet werden, sondern auch, damit die Mutter eine Bindung zu Ihrem Kind ausbildet. Oxytocin wird selbstverständlich auch beim Orgasmus ausgeschüttet.

Ein Orgasmus ist jedoch nicht der einzige Aspekt des Geschlechtsverkehrs, der zu einem steigenden Oxytocinspiegel beiträgt. Die Zuneigungen und das Kuscheln nach dem Sex tragen ebenfalls dazu bei.

Die positiven Auswirkungen eines erhöhten Oxytocinspiegels

It's True: Having Sex Makes You HappierSex macht Sie glücklicher, aber die positiven Auswirkungen des Geschlechtsverkehrs auf den Körper können das nicht vollständig erklären. Die Antwort scheint Oxytocin zu sein. Dieses Hormon, das beim Sex ausgeschüttet wird, macht Sie und Ihre Beziehung glücklicher. Aus folgenden Gründen:

  • Oxytocin ist ein wirksamer Stressbekämpfer. Je mehr Oxytocin sich im Körper befindet, desto entspannter und wohler fühlen Sie sich, auch außerhalb des Schlafzimmers.
  • Oxytocin spielt wohl die evolutionäre Rolle bei der Frage, warum wir monogame Bindungen eingehen. Eine Studie ergab, dass vergebene Männer, größeren Abstand zu attraktiven Fremden hielten, wenn Sie eine künstliche Dosis Oxytocin verabreicht bekommen hatten. Es ergibt Sinn, dass häufiger und guter Sex treu macht.
  • Aber auch abgesehen von Treue, profitiert Ihre romantische Beziehung in vielerlei Hinsicht von Oxytocin. Das spiegelt sich in Studien wider, die ergaben, dass mehr Sex die Zufriedenheit in der Beziehung steigert. Laut einer Studie der British Psychological Society sieht man schon Verbesserungen in der Partnerschaft, wenn die Sexhäufigkeit auf nur einmal pro Woche erhöht wird. Achten Sie darauf, danach zu kuscheln, denn andere Studien haben gezeigt, dass Liebkosungen nach dem Sex der Beziehung ebenfalls guttun.

Oxytocin und die anderen Endorphine, die Ihr Körper nach dem Orgasmus ausschüttet, haben einen beruhigenden Effekt, was bedeutet, dass Sex Ihnen hilft, besser zu schlafen.

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